CDU Lörrach und Weil am Rhein: Besuch in der Kunz-Stiftung als zukunftsorientierter, generationsübergreifender Wohnform

Die Konzeption der Udo und Johanna Kunz-Stiftung in Hauingen findet im Hinblick auf zukunftsfähige Wohn- und Gemeinschaftsformen auch bei der CDU Weil am Rhein Interesse. So wurde die jüngste gemeinsame Vorstandssitzung der beiden Stadtverbände Lörrach und Weil am Rhein der Christdemokraten kurzerhand direkt in die Wohnanlage im Ortsteil verlegt.

 Architekt Michael Balint und Elisabeth Störk, im Haus am Siegmeer zuständig für das soziale Management, erläuterten die Grundidee dieses Generationen übergreifenden Wohnprojekts, dessen Vorbild, die Stiftung Liebenau, im Schwäbischen beheimatet ist.

So entstand vor gut zehn Jahren auf Anregung und mit tatkräftiger finanzieller Unterstützung des Stifterehepaares in enger Zusammenarbeit mit der Städtischen Wohnbaugesellschaft Lörrach eine Wohnanlage mit Miet- und Eigentumswohnungen, die, so Elisabeth Störk, „dem Nachbarn nebenan ohne Vorbedingungen im eigenen persönlichen Leben ein Stück Raum und Zeit gewährt.“ Im Klartext heißt das, den Mitbewohnern gegenüber Verantwortung zu übernehmen, ihre Sorgen mitzutragen, aber auch an den freudigen Ereignissen in deren Leben Anteil zu nehmen. Wichtig dabei bleibe jedoch, auch bei aller Vertrautheit, das richtige Maß an Nähe und Distanz, Entgegenkommen und Zurückhaltung. Rücksichtnahme zur Schaffung eines Zusammengehörigkeitsgefühls und Eigeninitiative zur Gestaltung einer lebendigen Hausgemeinschaft seien ebenso gefragt wie gegenseitige Hilfe, wenn’s nottut.

Bedürfnisse offen zu äußern, im Gespräch am runden Tisch Kompromisse zu suchen und gegebenenfalls allgemein verbindliche Regeln fürs tägliche Miteinander aufzustellen, seii unerlässlich. Dass da nicht von Anfang an immer alles glatt läuft, persönliche Sympathien und Abneigungen eine gewichtige Rolle spielen und Konflikte auftreten- daraus machte Elisabeth Störk kein Hehl. Zu ihren Aufgaben gehört es dann zu vermitteln, zu koordinieren, Impulse und Anregungen zu geben. Sie sieht sich und ihre Rolle bei aller Präsenz grundsätzlich mehr im Hintergrund. „Was dann herauskommt an Aktivitäten und gemeinschaftlichen Veranstaltungen ist letztendlich das Ergebnis der Arbeit und Initiative der Bewohner selbst.“ Und diese Bilanz könne sich sehen lassen. Eine entscheidende Rolle beim Gelingen des Projekts sei auch die enge Verbindung mit der Dorfgemeinschaft, von er beide Partner profitierten.

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